Allgemeines über Haartransplantation (Haarverpflanzung)
Ca. 20-30% der Männer neigen zur fortschreitenden Glatzenbildung aufgrund von erblich bedingtem Haarausfall. Viele der Betroffenen leiden unter dieser Veranlagung erheblich, zumal die Glatzenbildung meist schon zwischen dem 17. und 30. Lebensjahr beginnt. Neben besonderen Erkrankungen, die speziell behandelt werden müssen, beruhen 90% aller Haarverluste auf dem sogenannten männlichen Haarausfall. Dieser männliche Haarausfall zeigt sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen, wobei Frauen natürlich deutlich weniger betroffen sind und ein abweichendes Erscheinungsbild zeigen. Bei Männern beginnt der Haarausfall in den "Geheimratsecken" und in der Tonsur am Hinterkopf und breitet sich dann über den gesamten Oberkopf aus. Bei Frauen findet sich in der Regel eine mehr diffuse und generelle Verdünnung der gesamten Kopfhaare. Verantwortlich für diesen Haarverlust sind bestimmte männliche Hormone, die jeder Mensch in sich trägt und die bei Frauen zunächst durch ein hohes Aufgebot an weiblichen Hormonen nicht zum Tragen kommen.
Die restlichen 10% aller Haarverluste beruhen auf speziellen inneren Erkrankungen oder Fehl- bzw. Mangelerscheinungen. Weitere Ursachen für Haarverluste liegen in Unfall- und Brandverletzungen, Narbenbildungen nach kosmetischen Eingriffen, wie z. B. "Facelifting" oder ähnliches. Voraussetzung für die Verpflanzung ist ein ausreichender, gesunder Haarkranz. In der Mehrzahl der Fälle bleibt dieser auch Männern mit fortschreitender Glatze bis an ihr Lebensende erhalten. Aus dem Haarkranz, der also genetisch bedingt in den meisten Fällen nicht vom Haarausfall betroffen ist, wird unter örtlicher Betäubung ein dicht behaarter, schmaler Hautstreifen entnommen. Die Entnahmestelle wird fein vernäht und ist durch das darüber liegende Haar nicht mehr sichtbar. Die optische Wirkung des Haarkranzes wird nicht beeinflußt. Mit speziellen Skalpellen oder auch Nadeln werden feinste Schlitze in die Kopfhaut geschnitten. Vorteil: Die Grafts "sitzen" relativ eng in ihren Empfangsöffnungen, wodurch eine gute Zufuhr von Nährstoffen gewährleistet wird, zumal auch die Durchblutung durch das "Schlitzen" vergleichsweise gering beeinträchtigt wird.
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